Zwischen Liebe und Erschöpfung

Sie tragen so viel 
leise, Tag für Tag.
Ein Lächeln nach außen,
auch wenn die Kraft manchmal fehlt.

Der Tag beginnt oft früh 
mit Sorgen im Kopf
und einer To-do-Liste im Herzen.
Anrufe erledigen, Termine koordinieren,
Medikamente richten,
immer ein Auge auf alles.

Sie erinnern, begleiten, halten fest,
wenn das Leben sich langsam verändert.
Sie geben ihr Bestes 
und merken doch,
wie nah ihre Grenzen sind.

Oft sind es die kleinen Dinge,
die Kraft kosten 
ein Blick, der sich verändert,


ein Name, der nicht mehr einfällt,
die gleiche Frage zum fünften Mal,
ein Moment, der still schwer wird.

Zwischen Einkaufen, Organisieren,
Arztterminen und Alltag
bleibt wenig Raum für sie selbst.
Und doch funktionieren sie weiter,
weil Aufgeben keine Option ist.

Und doch sind es genau diese Momente,
die zeigen, wie tief ihre Liebe ist.

Zwischen Pflicht und tiefer Verbundenheit
verlieren sie sich manchmal selbst.
Und doch gehen sie weiter,
mit Geduld, mit Herz,
mit einer Stärke, die man kaum sieht.

Manchmal wünschen sie sich
einfach nur gehört zu werden.
Ein "Ich sehe dich",
ein kurzer Augenblick,
in dem auch sie gehalten werden.

Vielleicht auch einmal
ein paar Stunden ohne Sorge,
ein Ort, an dem sie wissen:
Es ist jemand da.
Jemand, der mitträgt.

Was sie sich wünschen?
Nicht viel 
nur ein bisschen Halt,
ein bisschen Zeit zum Durchatmen,
und das Wissen:


Sie müssen diesen Weg
nicht alleine gehen.

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