Ein Zimmer, ist kein Zuhause

Vier Wände. Ein Bett. Ein Schrank.
Ein Fenster, das nicht meines ist.

Man sagt mir, es sei gemütlich.
Man sagt mir, es sei sicher.
Man sagt mir, ich soll froh sein.

Aber ein Zuhause ist mehr als ein Raum.


Ein Zuhause kennt meine Wege.
Meine Geräusche.
Meine Zeiten.
Meine kleinen Unordnungen.

Dieses Zimmer kennt mich nicht.

Es weiß nicht,
wann ich morgens Kaffee trinke.
Welche Musik mich beruhigt.
Wo ich meine Tasse immer abstelle.


Hier ist alles richtig.
Und nichts gehört mir.

Man nennt es Fürsorge.
Ich nenne es Verlust.

Nicht laut.
Nicht dramatisch.
Aber endgültig.

Denn ein Zuhause lässt sich nicht ersetzen.
Schon gar nicht durch ein Zimmer,
in dem man wartet.


Wartet auf Besuch.
Wartet auf Zeiten.
Wartet auf Entscheidungen anderer.

Ein Zimmer kann schützen.
Aber es kann nicht tragen.

Und ich frage mich jeden Tag:
Wie lange dauert es,
bis man vergisst,
wie sich Zuhause anfühlt?