
Der Körper brauchte Erholung. Nicht das Leben eine neue Adresse.
Nicht gekommen, um zu bleiben.
Nur wegen eines Sturzes.
Nur zur Sicherheit.
Nur "für eine Zeit".
So hat man es ihnen gesagt.
Sie wussten, wer sie sind.
Sie wussten, wo sie leben.
Sie wussten, dass sie wieder heim könnten.
Der Körper brauchte Erholung.
Nicht das Leben eine neue Adresse.
Am Anfang sagten sie noch:
Wenn ich wieder sicher gehen kann, gehe ich nach Hause.
Wenn die Wunde heilt.
Wenn die Angst kleiner wird.
Doch die Zeit verging.
Und mit jedem Tag wurde das "Bald" leiser.
Plötzlich war da ein Zimmer.
Ein fixer Platz.
Ein Ablauf, der nicht mehr gefragt hat.
Aus einem Sturz wurde ein Bleiben.
Nicht entschieden.
Nur passiert.
Sie spürten:
Hier traut man ihnen nichts mehr zu.
Hier gilt Vorsicht mehr als Vertrauen.
Hier zählt Risiko mehr als Wille.
Dabei waren sie nie gegangen.
Nie verloren.
Nie nicht mehr fähig.
Sie hätten heimgehen können.
Mit Unterstützung.
Mit Zeit.
Mit jemandem, der begleitet statt ersetzt.
Doch niemand fragte mehr:
Was möchten Sie?
Man fragte nur noch:
Was ist sicherer?
Und so verloren sie ihr Zuhause
nicht in einem großen Moment,
sondern in vielen kleinen Verzögerungen.
Ein Antrag hier.
Ein Gespräch dort.
Ein "Jetzt ist es schon so".
Sie schauen zurück und wissen:
Der Sturz war nicht das Ende.
Er war der Anfang vom Verlust der Entscheidung.
Sie trauern nicht um ihre Gesundheit.
Sie trauern um die Rückkehr,
die ihnen niemand mehr zugetraut hat.
Denn manchmal nimmt ein Sturz nicht die Mobilität.
Sondern das Recht, wieder heimzugehen.
Und das wiegt schwerer als jeder Knochenbruch.